EORTC DE-ESCALATE

Verbesserung der Auswirkungen von Anti-Androgen-Behandlungen auf das tägliche Leben der Patienten und ihren Krebs (DE-ESCALATE)

Es gibt eine Art von Prostatakrebs, die auf männliche Hormone anspricht: Testosteron und andere Androgene werden vom Körper produziert. Diese Hormone fördern das Krebswachstum. Die derzeitige Krebsbehandlung zielt darauf ab, die Produktion und Wirkung dieser Hormone zu hemmen. Aus diesem Grund erhalten Patienten zwei Medikamente. Das eine verhindert die Produktion von Testosteron im Körper, das andere blockiert die Wirkung der Androgene auf die Krebszellen. Diese Kombinationstherapie wird als maximale Androgenblockade bezeichnet. In der aktuellen Praxis wird sie ohne Unterbrechung fortgesetzt, bis die Krankheit fortschreitet. Die langfristige kontinuierliche Anwendung der Androgenblockade kann jedoch die Lebensqualität beeinträchtigen und Hitzewallungen, Müdigkeit sowie eine Verminderung oder einen Verlust der Sexualfunktion verursachen. Jüngste Studien haben gezeigt, dass diese Behandlung unterbrochen werden kann, bis der Prostata-spezifische Antigenwert (PSA) wieder ansteigt. Diese sogenannte intermittierende Therapie ist mit weniger Nebenwirkungen verbunden – ohne die Überlebensrate zu beeinträchtigen. Ziel dieser Studie ist es daher, zu zeigen, ob die Kombination der beiden Medikamente in der maximalen Androgenblockade reduziert werden kann – und ob dies das Risiko-Nutzen-Verhältnis der Behandlung verbessern kann.

Untersuchte Intervention

Vergleich zwischen kontinuierlicher Behandlung und intermittierender Behandlung: Sie setzt aus, solange der PSA-Wert 0,2 ng/ml oder weniger beträgt, und wird wieder aufgenommen, wenn der Wert diese niedrige Schwelle übertritt.

Mit Fragebögen wird erhoben, wie sich die Patienten fühlen.

Kriterien zur Teilnahme
Patienten mit einem metastasierten Prostatakrebs, die schon 6 bis 12 Monate lang mit der maximalen Androgenblockade behandelt werden und einen einen PSA-Wert von 0,2 ng/ml oder weniger aufweisen.

Ausschlusskriterien
Patienten mit metastasiertem Prostatakrebs im M1a-Stadium, für die eine Strahlentherapie und eine 2- bis 3-jährige Hormontherapie geplant ist Patienten, die sich einer beidseitigen Orchiektomie, also einer Entfernung beider Hoden, unterzogen haben oder unterziehen werden Patienten, die früher oder gleichzeitig von einer weiteren Krebsart betrofffen sind, deren natürlicher Verlauf oder Behandlung die Sicherheits- oder Wirksamkeitsbewertung für diese Studie beeinträchtigen könnte.