SAKK LuCa 2

Register und Studie zum EGFR-mutierten NSCLC

Koordinierender Prüfer

  • Sabine Schmid

    Sabine Schmid

    Oberärztin

Rund 13% aller NSCLC-Adenokarzinome weisen eine EGFR-Mutation auf. Bei der Behandlung des fortgeschrittenen, EGFR-mutierten NSCLC wurden in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte erzielt. Man weiss heute aber noch zu wenig über die Verträglichkeit der Wirkstoffe, die zur Therapie dieser Krankheit zugelassen sind. Auch über das Therapieansprechen und den Krankheitsverlauf bei Patientinnen und Patienten, die ausserhalb von Studien mit diesen Medikamenten behandelt werden, ist zu wenig bekannt. Ausserdem ändern sich die Algorithmen zur Therapie des fortgeschrittenen, EGFR-mutierten NSCLC in kurzen Abständen, da auf diesem Gebiet rasche Fortschritte erzielt und neue Medikamente entwickelt werden.

Aufbau eines Registers

Aus diesen Gründen wird es immer wichtiger, Register-Projekte mit Personen durchzuführen, die wegen eines fortgeschrittenen, EGFR-mutierten NSCLC ausserhalb von klinischen Studien im normalen klinischen Alltag behandelt werden. Für solche Register braucht es entsprechende Daten. Das Projekt SAKK_LuCa_2 besteht aus zwei Teilen: Der erste Teil ist ein ebensolches Register, in dem gesundheitsbezogene Daten von Personen mit einem EGFR-mutierten NSCLC gesammelt werden. Im zweiten Teil, einer Studie, soll auf Basis von den im ersten Teil erhobenen Daten untersucht werden, wie diese Personen in der Schweiz behandelt werden und wie sie auf die gegebenen Therapien ansprechen. 
Es werden nur Daten gesammelt, die im Rahmen der normalen medizinischen Betreuung erhoben werden.

Ziele der Analysen

Die gesammelten Daten werden statistisch ausgewertet. Wichtige Ziele dieser Analysen bestehen darin, Überlebensraten, Therapiesequenzen, Ansprechraten und Nebenwirkungen in drei verschiedenen Kohorten zu beschreiben:

  • Kohorte A: 60 Personen mit NSCLC und EGFR-Exon-20-Insertionsmutationen
  • Kohorte B: 80 Personen mit NSCLC und klassischen EGFR-Mutationen mit Krankheitsprogression nach der Erstlinienbehandlung mit Osimertinib
  • Kohorte C: 60 Personen mit NSCLC und anderen EGFR-Mutationen als der Exon-20-Insertionsmutation

Weiterhin sollen folgende Faktoren untersucht werden:

  • Kumulative Inzidenzraten von Metastasen in Kohorte A (insgesamt und abhängig von der Art der Therapie)
  • Situation in der Schweiz bezüglich der molekularen Testung von Patientinnen und Patienten mit NSCLC
  • Molekulare Veränderungen bei Krankheitsprogression nach Erstlinienbehandlung mit Osimertinib

Kliniken

  • Ente Ospedaliero Cantonale (EOC)
    Ente Ospedaliero Cantonale (EOC)
  • HFR Freiburg - Kantonsspital
    HFR Freiburg - Kantonsspital
  • HOCH Health Ostschweiz - Kantonsspital St. Gallen
    HOCH Health Ostschweiz - Kantonsspital St. Gallen
  • Inselspital - Universitätsspital Bern
    Inselspital - Universitätsspital Bern
  • Kantonsspital Aarau AG
    Kantonsspital Aarau AG
  • Kantonsspital Baden AG
    Kantonsspital Baden AG
  • Kantonsspital Graubünden
    Kantonsspital Graubünden
  • Kantonsspital Winterthur
    Kantonsspital Winterthur
  • Luzerner Kantonsspital AG
    Luzerner Kantonsspital AG
  • St. Claraspital AG
    St. Claraspital AG
  • Stadtspital Zürich Triemli
    Stadtspital Zürich Triemli
  • TZA Tumor Zentrum Aargau - Hirslanden Medical Center
    TZA Tumor Zentrum Aargau - Hirslanden Medical Center
  • Universitätsspital Basel
    Universitätsspital Basel