SCI-001_TerbinaPro

Terbinafin zur Behandlung von Patienten mit Prostatakrebs, bei denen ein biochemischer Rückfall vorliegt; das Medikament Terbinafin wird in dieser Phase-2-Studie zu einem anderen medizinischen Zweck eingesetzt als bisher üblich

Koordinierender Prüfer

  • Stefanie Fischer

    Coordinating Investigator

Viele Männer mit Prostatakrebs haben zunächst eine auf die Prostata begrenzte Erkrankung (lokale Erkrankung) und werden mit einer Operation oder einer Bestrahlung behandelt. In den zehn Jahren nach der Behandlung steigt bei 20–50 Prozent dieser Männer der Wert des prostataspezifischen Antigens (PSA) im Blut. In der medizinischen Fachsprache wird das als biochemisches Rezidiv bezeichnet. Der Begriff bedeutet, dass sich im Körper wieder Prostatakrebszellen vermehren. Oft lässt sich nicht feststellen, wo im Körper sich diese Zellen befinden, und die Patienten haben auch keine Beschwerden. Dennoch ist eine Behandlung sinnvoll, damit sich die Krebszellen nicht weiter ausbreiten.

Den meisten Männern mit einem biochemischen Rezidiv wird eine Therapie vorgeschlagen, bei der die männlichen Geschlechtshormone unterdrückt werden. Dadurch lässt sich das Wachstum der Krebszellen oft für längere Zeit stoppen. Diese Behandlung hat jedoch häufig Nebenwirkungen, zum Beispiel Hitzewallungen, Knochenschwund und Störung der Sexualfunktion. Deshalb wird nach neuen Therapiemethoden für Männer mit einem biochemischen Rezidiv gesucht.

Terbinafin ist ein Wirkstoff zur Behandlung von Pilzinfektionen der Nägel und der Haut. Verschiedene Studienergebnisse deuten darauf hin, dass Terbinafin eventuell auch das Wachstum von Prostatakrebszellen hemmen könnte. Bisher wurde Terbinafin jedoch nicht zur Krebstherapie bei Patienten mit Prostatakrebs getestet. In unserer Studie möchten wir untersuchen, wie Terbinafin bei Männern wirkt, deren Prostatakrebs nach einer ersten Behandlung wieder Anzeichen von Aktivität zeigt.

Kliniken

  • HOCH Health Ostschweiz
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